Katharina über Nepal, Delhi und Hongkong
geschrieben von Katharina (29. November 2008)

Warum wollte ich, dass sowohl johannes als auch ich bloggen?

Bei unseren Vorbereitungen, habe ich viele blogs gelesen, unter anderem auch einen wo beide der reisenden geschrieben haben. Vorallem wenn MANN und FRAU geschrieben haben, hatte MANN 1 eintrag/erlebnis/geschichte mit FRAU 2 immer unterschiedliche Sichtweisen. Da hab ich damals gedacht, das möchte ich auch. Jetzt muss ich feststellen, das Johannes und ich diverse Sachen sehr ähnlich erleben und es für euch fad wäre wenn wir alles doppelt schreiben würden. Da johannes dann auch noch das bisschen konsequenter ist als ich, er auch besser schreibt - wie ich finde - und dann auch noch zeitgerechter am Geschehenen ist, schreibt er dementsprechend mehr. Nichtsdestotrotz kommen jetzt hier meine highlights zu Nepal - Dehli (Indien) - Hongkong (China) und Bangkok (Thailand)

NEPAL
Worüber ich mich sehr gefreut habe, war karina und andreas kennen zu lernen, freunde von johannes’ bruder aus chile . Mit ihnen haben wir lustige, interessante tage in pokhara verbracht, gut gegessen, viele gespräche geführt und einfach zeit verbracht, wir werden sie wenn wir im mai in chile sind besuchen fahren.

Wir haben uns mehrere male ein moped ausgeborgt und mit einer quote von 2:1 eine panne während des ausborgens gehabt. Jedes mal ist es faszinierend, dass wir das glück haben, dass in der nähe eine “werkstatt” ist. Das erste mal in pokhara am rückweg vom begnas tal, ein platter, na toll und wie kommen wir jetzt zum quatier zurück. Die maschine auf die andere strassenseite gerollt, plötzlich deutet ein älterer herr rechts auf einen platz wo mehrere busse stehen, als wir nicht sofort kapieren, holt er für uns sogar den mechaniker. Wir warten eine halbe stunde, zahlen 150 nepali rupies (= 1,5 euro).
Beim zweiten reifenplatzer inkl. kaputtem kugellager sind wir in chitwan und auch da haben wir nach 1,5 stunden auf der schotterstrasse eine panne. 2km weiter - ich sag nur wer seine mopeten liebt der schiebt - finden wir die nächste “werkstatt” die original ein inder führt und zahlen inkl. radlager 360 nepali rupies (= 3,60 euro) und eine halbe stunde später können wir weiter fahren. Zu hause hätten wir 3 tage gewartet und 360 euro gezahlt. Schon unglaublich wie unkompliziert hier alles funktioniert und auch nicht einfach - bei einem loch im reifen - einfach der ganze weggeschmissen, sondern repariert wird.

Ein weiteres highlight war in nepal die wunderschöne landschaft. Grün, mit seen, den bergen, flüssen fast ein bisschen wie zu hause. Die menschen die wir kennen gelernt haben (karma eine exil-tibeterin mit einem schmuck shop in pokhara, ihr sohn tsering der uns einen tag herumgeführt hat, Annette und Torsten die wir beim trekken kennen gelernt haben und die uns “arschloch spielen” beigebracht haben, silvia aus der Schweiz durch die wir auf den geschmack des trekkens gekommen sind und bharat - unser super guide während des trekks)

In unserem quartier in pokhara ist in unserem zimmer eine broschüre über ein projekt gehangen, das von einer britischen hilfsorganisation unterstützt wird und sich ” seeing hands” nennt. Hier werden blinde menschen von britischen ausbildnern über 2 jahre zu masseuren ausgebildet und mit den einnahmen der massagen wird das ganze finanziert. Ich habe 10 € bezahlt für 1,5 stunden und währenddessen hat mir anita - meine masseurin erzählt, dass die hälfte des geldes in die ausbildung weiterer blinder masseure geht und von der anderen hälfte die miete, das massageöl und auch ihr gehalt gezahlt wird. Es war eine super massage und man tut dabei noch etwas gutes.
Deswegen anbei der link - www.seeinghandsnepal.org - wer auch immer in pokhara vorbeikommt sollte das nützen und damit gleichzeitig unterstützen.

Was definitiv auch noch vor allem für mich als leseratte genial war, sind buchaustauschshops. Dort kauft man extrem günstig gebrauchte bücher, die nach sprachen geordnet sind. Wenn man sie gelesen hat bekommt man dafür 50% des geldes zurück oder man kann sich ein weiteres buch im austausch kaufen. Somit komme ich mehr zum lesen als ich gedacht habe

INDIEN, DEHLI
Angekommen in dehli haben wir anil wieder gesehen, er war ja für drei wochen unser fahrer durch indien und hat uns während unser zeit in dehli wieder herumgeführt. Ich glaube auch er hat sich gefreut, wir haben ihm ja bei unserem abschied nach 3 wochen nicht nur das übliche trinkgeld sondern auch t-shirts für jede seiner drei töchter und ein art fahrer-gästebuch für ihn geschenkt. Als wir ihn wieder getroffen haben, hat er uns erzählt, das die t-shirts seinen töchtern gefallen und gut passen. Wir haben die zeit mit ihm wieder sehr genossen.

Natürlich war auch der abend (26. Okt. - Nationalfeiertag) in der residenz des österreichischen botschafters auch für mich etwas ganz besonderes, was man nicht jeden tag erlebt. Ich war kurz bevor wir abgeholt wurden fast ein bisschen nervös. Der abend war wunderschön mit gutem essen, netten gesprächen, ein tolles anwesen sehr hübsch dem anlass gerecht werdend dekoriert.
Und ich habe die paar gläser weisswein sehr genossen nach zweimonatiger abstinenz - kannst gar nicht glauben!

In den 2 tagen die wir in dehli waren, haben wir einen guten überblick über die stadt bekommen und sie sightseeingmäßig gut erkundet. Neben dem kleinen taj mahal, dem roten fort, dem sikh tempel der ähnlich dem goldenen tempel in amritsar war - mit dieser unglaublich schönen atmosphäre, der lotus tempel und vielen anderen tempel von denen die stadt viele hat. Es war lustig zu sehen wie routiniert wir inzwischen mit dem “reisen in indien” umgehen. Ganz anders als am ersten tag, denn man weiss jetzt schon was einen erwartet. Indien war und ist sicher die größte herausforderung gewesen. Jetzt sind wir gewappnet - der rest der welt kann kommen…..

Auch sensationell war der tag unseres abfluges wo die inder das festival “divali” gefeiert haben, die menschen geschenke für ihre familien gekauft haben und am abend raketen abgeschossen haben wie bei uns zu silvester. Als wir abends gegen halb elf auf den flughafen gefahren sind und unser flug erst um 4 uhr füh gestartet ist, haben wir uns einen bequemen schlafplatz gesucht. Wir haben im untergeschoss dann auch einen halle mit mehreren sofas gefunden. Johannes hat sich niedergelegt, ich habe gelesen als plötzlich gegen halb drei 200-300 indische UNO soldaten die in den kongo geflogen sind aufgetaucht sind und im ganzen raum neben, vor und hinter uns gesessen sind. Ich habe johannes dann ganz vorsichtig aufgeweckt, das er nicht furchtbar erschreckt noch dazu wo wir bevor er eingesschlafen ist fast alleine in dieser halle waren. Photos findet ihr dazu eh im album dehli. :-))

HONGKONG China

Bei der ankunft in hongkong, nein falsch, schon beim einsteigen in die cathay pacific in Delhi spürten wir ein deutliches: “Welcome to Asia!”. Freundliche steward/essen, sauber, einfach sensationell, man könnte hier vom boden essen. In HK sind wir zu freunden von Johannes’ Schwager gefahren, die uns mit offenen armen empfangen haben und uns wiederum von freunden von ihnen im selben hochhauskomplex eine wohnung mit 150m2 und blick übers meer zur verfügung gestellt haben. Welch eine freude fürs backpackerherz. Wir haben eine sehr schöne zeit in hongkong verbracht, besonders die gastfreundschaft von julian und maureen mit ihren 3töchtern, die netten abende, das bummeln durch den stanley market mit maureen. Danke auch fürs wäsche waschen, endlich nach 2 monaten wieder das gefühl, das die wäsche wirklich sauber ist.
Hongkong hat mir auch als stadt sehr gut gefallen und wir hätten noch gerne 2 -3 tage dran gehängt da ich nicht das gefühl hatte genug gesehen zu haben. Naja, wir würden gerne nochmals nach hongkong zurück kommen. Noch etwas was mich sehr fasziniert hat war der flughafen, der auf einer eigens dafür aufgeschütteten insel gebaut wurde. Mit zwei start- und landebahnen, einigen flugzeuge, riesengebäude, Hangars, … u.s.w. darauf. Johannes hat nur gemeint, ja das ist alles ganz einfach, da hat man einfach schotter ins meer reingeschüttet (viel schotter halt). Für mich war das beeindruckend und ich bin auch froh über den neuen flughafen, da früher die flieger mitten in der stadt zwischen den hochhäusern gelandet sind. Ich habe da echt arge bilder in einer galerie gesehen.

So das wars wieder und ich schreib das nächste mal über thailand und laos und eventuell kambodscha. Ganz sicher auch über singapur, kuala lumpur und bali wo wir weihnachten sind und dann asien gegen australien eintauschen und das erste drittel unserer reise, unseres jahres vorbei ist.

Aus aktuellem Anlass: Danke fuer alle Eure Nachfragen wie es uns geht. Wir sind gerade in Bangkok (29.11.-01.12.) und es ist sehr friedlich hier. Taeglich business as usual, ausser dass der Flughafen besetzt/gesperrt ist und bei den Regierungsgebaeuden halten wir uns auch nicht auf. Also alles Bestens. Wenn ausser Martina noch jemand nach Thailand kommen will - kein Problem!!! AUA machts moeglich! Sie ist gut in Utapao am Militaerflughafen gelandet und kommt jetzt mit an den Strand! :-)


Kommentare:
5 Kommentare zu "Katharina über Nepal, Delhi und Hongkong"
uli Sternbach am 29. November 2008 um 14:49

Liebe Katharina,
ich finde es schön, wenn Du auch schreibst; auch wenn Ihr - wie du sagst - das Meiste ähnlich seht und erlebt, so kommen im Schreiben doch wieder andere Aspekte mehr in den Vordergrund. Ich freue mich sowieso jedesmal auf Eure Berichte und lasse mich während meiner Arbeit gerne durch das Lesen dieser ablenken!!

Wenn Ihr wieder zuhause seid, müßt Ihr unbedingt die Bücher von Tiziano Terzani lesen: ein Reporter aus Florenz, der für den Spiegel geschreiben hat und sein Leben lang in allen asiatischen Ländern unterwegs war und ein profunder Kenner dieser Länder und ihrer Menschen und Kulturen war. Ein Mann mit Weitblick und Lebensweisheit.

Ich beneide euch nach wie vor!
Alles Liebe
Uli


Die Siggy am 29. November 2008 um 17:43

HA!!!!
Ich lese nur, dass ihr alles ähnlich seht und in genau dem Moment freue ich mich auf eure Hochzeit!
Warum? - Naja, meiner Meinung nach ist das Ähnlich-sehen eine ganz tolle Basis für die besten Beziehungen!
Und außerdem will ich im Moment, dass alle heiraten und Kinder bekommen. *g*
Wahrscheinlich weil ichs selber so toll finde. Und mir wünsche dass alle so glücklich sind wie ich. Dabei vergesse ich, dass jeder SEINE Art hat glücklich zu sein. zB. ihr mit eurer tollen Weltreise, die für mich - naja, nichtunbedingt die schlimmste Strafe ever, aber doch nah dran wäre. Zumindest per Blog reise ich gerne mit… ;o)
Umso schöner ist, dass es scheint dass gerade sowohl ihr als auch wir sehr glücklich zu sein scheinen.
UND DAS IST TOLL!!!!
Philosophische Grüße von
Sogrites
PS: Und ich freu mich trotzdem auf eure Hochzeit…! *g*


ANDREA am 29. November 2008 um 22:31

herzi, erstens: ich finde das mit dem schotter auch genial, johannes soll nicht so abgebrüht tun :-) und zweitens: was heißt 2 monatige abstinenz??? du armes kind, dort wird es doch IREGENDEINEN alkohol geben….mann bist du gesund :-) ich trinke hier inzwischen für dich mit, der weihnachtswahnsinn hat begonnen. alle irre hier. pogusch (war heute) war toll wie immer, auch wenn mir martina gefehlt hat (aber das würde sie mir wahrscheinlich nicht glauben). sonst alles fein, der obligate nebel bei der ehimfahrt, aber alles gut gegangen, satt und fröhlich. alles wird gut. viele bussis


Die Urwanisch"s am 29. November 2008 um 12:40

Hallo Ihr 2,

endlich haben wir es geschafft, eure Posts nachzulesen. Wir freuen uns schon sehr aufs “nachreisen” und aufs Eindruecke vergleichen.

Liebe Gruesse
Ursula & Klaus


d am 29. November 2008 um 22:13

Ihr Lieben, wirklich sehr beruhigend zu lesen, dass es euch gut geht und alles nicht so schlimm ist, wie es hier in den Medien dargestellt wird ~ war mir aber eh klar, denn die Sensationsberichte (vor allem die negativen, und das ist besonders >ekelig<)gehören zu diesem G´schäft leider dazu.
Wir können jetzt schon täglich ein Fensterchen im Adventkalender öffnen, in der Schule üben wir Weihnachtslieder/und Gedichte, die Wohnung duftet nach Tannenzweigen und (wenn back-fleißige Menschen darin wohnen ~ also nicht bei mir)nach Kekserln … und die großen Straßenzüge Wiens mit den meisten Weihnachtsmärkten sind zu meiden … umso schöner spaziert sich´s ~ mit dem manchmal folgenden Filou ~ durch die Weinberge … die wir ja auch wieder gemeinsam genießen werden…und da meine ich jetzt nicht nur die Natur, sondern auch deren Produkt
;-)!
Also, alles in Ordnung, auch bei uns!
Viele Bussis und weiterhin viel Genuss für euch, Freude und geteilte Augenblicke und Betrachtungen!
(schrieb ja auch schon A.de Saint-Exupéry…”sondern dass man gemeinsam in gleicher Richtung blickt”


Hinterlasse einen Kommentar
Name: 
Email: 
URL: 
Kommentar: